Nach der beutigen Frühstückslektion mit Gilles (ich hab mir gleich eine Mittagslektion gebucht) machte ich mich aus den Weg zum Tierpark, setzte mih dann aber im Park davor auf eine Bank und beobachtete Leute, weil mir 2CUC zu teuer war um 2 hungernde Löwen anzuschauen. Es gab da mal Elefanten, aber die haben die Leute vor 2 Jahren gegessen, als nichts anderes Nahrhaftes zu haben war. Sagt das Fidel nicht, der weiss nähmlich, dass Armut und Nahrungsknappheit in Kuba nicht existiert… Nach 20 Minuten setzte sich eine Dame mit einem Dalmatinerwelpen neben mich auf die Bank, ein Mann kam dazu, verabreichte dem Tier eine Spritze und installierte eine Tropf-Infusion, die er im Baum über uns aufhängte. Irgendwie erwartete ich als nächstes ein Skalpel und Operationswerkzeug und aus Angst um das Tierchen fragte ich (als Tierarzttochter in Birkenstock) vorsichtig was sie genau vor hatten. Er sei krank, wolle nichts fressen, werde durch die Infusion Zwangsernährt und das sei halt ihre Bank, weil da der Baum so praktisch ist um den Tropf zu hängen. Ich war beruhigt. Nach 30 Minuten war der Kleine “gefüttert” und sichtlich munterer. Auf dem weg zum Mittagessen schauten Gilles und ich kurz bei Graziella vorbei, denn ich hatte meine Kamera dabei und sie trug schon eines meiner abgelegten Tshirts (eines, das ich mal von meiner Freundin Nina bekommen hab). Gilles machte ein Foto, ich liess mir eine kleine Portion Kubanischen Kaffee von ihrem mageren Vorrat (den ich in Mexiko mit Freunden geniessen werde) und eine Pizza mitgeben (die ich ehrlich gesagt NIE zu essen gedachte, denn mein Immunsystem ist schon so ständig in ermüdender Defensive) und ich verabschiedete mich noch ein letztes Mal. Kein anderes Foto ist mir so teuer wie dieses. Ich hatte panierten Fisch, Kartoffeln und halbfrischen Salat für 48 CUP. Das Fläschchen Mineralwasser kostete extra 20 CUP, zum Vergleich. Allerdings haben wir fast eine Stunde auf unser Essen gewartet, der Herd war kaputt… :) Kuba!!!